Antworten auf häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen

 

Wie lange dauert eine online-Scheidung?

 

 

Die Frage kann man nicht konkret beantworten. Den Scheidungsantrag beim Familiengericht einreichen, können wir binnen Stunden. Aber der Versorgungsausgleich verzögert in der Regel die Scheidung, weil das Familiengericht zuerst die verschiedenen Versorgungsträger anschreiben und die Berechnung der Anrechte abwarten muss. Erst wenn diese Unterlagen vorliegen, kann das Familiengericht einen Anhörungs-/Scheidungstermin anberaumen. Die Versorgungsträger benötigen allein bis zu 2-3 Monate, sodass der Scheidungstermin nicht so schnell zu bekommen ist.
 
Die online-Scheidung ist dabei die schnellere Variante, weil die Korrespondenz mit Ihnen und dem Familiengericht konsequent elektronisch erfolgt.

 

Reicht ein Anwalt? Kann er beide vertreten?

 

 

Der Ehegatte, der vor dem Familiengericht den Scheidungsantrag stellt, muss anwaltlich vertreten sein. Der andere Ehegatte muss nicht anwaltlich vertreten sein, er kann dann aber keinen eigenen Scheidungsantrag stellen, sondern dem Scheidungsantrag des Ehegatten nur zustimmen. Für die Entscheidung des Gerichts ist es ohne Bedeutung, dass nur eine Zustimmung vorliegt, die Ehe wird geschieden. Es reicht also grundsätzlich ein Anwalt.
 
Der Anwalt kann auch nur den antragstellenden Ehegatten vertreten, nicht auch den anderen. Als Interessenvertreter ist es ausgeschlossen, dass ein Anwalt beide Parteien in einem Verfahren vertritt. Dies wäre sogar strafbar.

 

 

Wie läuft der Anhörungstermin ab?

 

 

Das Familiengericht muss einen Anhörungstermin durchführen. In diesem Termin müssen auch beide Ehegatten neben dem Anwalt oder beiden Anwälten anwesend sein. Deshalb ordnet das Familiengericht das persönliche Erscheinen der Parteien an.
 
Der Anhörungstermin insbesondere bei einer einverständlichen Scheidung ist ganz unspektakulär. Die Richterin/Der Richter fragt den antragstellenden Ehegatten nach dem Trennungsdatum und ob die Ehe wieder aufgenommen werden soll. Der andere Ehegatte wird gefragt, ob er die Angaben bestätigen kann.
 
Länger dauert meist die Verhandlung über den Versorgungsausgleich.
 
Zuletzt wird der Scheidungsbeschluss mit dem Versorgungsausgleich verkündet.
 
Der Termin dauert ca. 10-15 Minuten.

Was kostet eine Scheidung?

 

Die Rechtsanwaltsgebühren sind gesetzlich geregelt, und zwar im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Das bedeutet, dass jeder Rechtsanwalt für dieselbe Tätigkeit – zum Beispiel Ehescheidung – auch dieselben Gebühren abrechnen muss.
 
Grundlage der Rechtsanwaltsgebühren und auch der Gerichtskosten ist der Gegenstandswert. Dieser wird vom Gericht festgesetzt. Der Gegenstandswert einer Scheidung setzt sich aus dem Verfahrenswert für die Scheidung und dem Verfahrenswert für den Versorgungsausgleich zusammen.

  • Der Verfahrenswert für die Scheidung setzt sich aus dem 3fachen, monatlichen Nettoeinkommen der Ehegatten zusammen. Bei vermögenden Ehegatten kann das Gericht einen Anteil des Nettoeinkommens (üblich sind 5 – 10 %) hinzurechnen. Dabei sind aber erhebliche „Freibeträge“ zu berücksichtigen.

 

  • Von Amts wegen hat das Gericht den Versorgungsausgleich bei der Scheidung durchzuführen. Für jedes Anrecht, dass zu berücksichtigen ist, sind grundsätzlich 10% des Verfahrenswertes für die Scheidung hinzuzurechnen. 

    Beispiel: Der Ehemann verdient 2.000,00 € netto pro Monat, die Ehefrau 2.500,00 €. Beide sind Angestellte, die Ehefrau hat noch eine Lebensversicherung).

     
    Der Verfahrenswert der Scheidung beträgt (3 x 2.000,00 € + 3 x 2.500,00 €) 13.500,00 €.
     
    Der Versorgungsausgleich betrifft 3 Anrechte (Rentenansprüche der Ehefrau, Ansprüche aus der Lebensversicherung und Rentenansprüche des Ehemannes), der Gegenstandswert des Versorgungsausgleichs beträgt (3 x 10%) 30% von 13.500,00 €, mithin 4.050,00 €.

     

    Der Gegenstandswert für die Scheidung beträgt (13.500,00 € + 4.050,00 €) 17.550,00 €.

 

  • Aus dem Gegenstandswert für die Scheidung können aus den entsprechenden Tabellen die Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten abgeleitet werden. 

    Beispiel: Bei einem Gegenstandswert für die Scheidung in Höhe von 17.550,00 € betragen die Anwaltsgebühren: 2.094,40 € und die Gerichtskosten 957,00 €.

 

Wie können hier die Anwaltsgebühren für Ihre online-Scheidung berechnen:

Kosten
berechnen

Wer nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten des Scheidungsverfahrens nicht, nur zum Teil oder nur in Raten zahlen kann, dem wird auf Antrag Verfahrenskostenhilfe bewilligt.

Kann eine online-Scheidung auch mit Verfahrenskostenhilfe durchgeführt werden?

 

Ja, dies ist möglich. Wer also nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten des Scheidungsverfahrens nicht, nur zum Teil oder nur in Raten zahlen kann, dem wird auf Antrag Verfahrenskostenhilfe bewilligt. Die Bewilligung führt dazu, dass keine Gerichtskosten gezahlt werden müssen und der eigene Anwalt seine Gebühren beim Familiengericht liquidieren kann. Das Scheidungsverfahren kann so für Sie sogar kostenfrei durchgeführt werden.

Den entsprechenden Antrag stellen wir, sie müssen das Formular über Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ausfüllen.

 

 

Wann ist eine online-Scheidung geeignet?

 

 

Die online-Scheidung ist immer dann, aber auch nur dann geeignet, wenn lediglich die Ehescheidung das Ziel beider Ehegatten ist.

Besteht zwischen den Ehegatten aber Streit über das Sorgerecht der Kinder, den Umgang mit den Kindern, den Unterhalt für die Kinder, den Unterhalt für einen Ehegatten, den Zugewinnausgleich, die Verteilung des Hausrates und so weiter, dann ist die online-Scheidung ungeeignet. Denn, immer dann wenn etwas streitig ist, benötigen die Ehegatten viel mehr Beratung und Hilfestellung durch einen Anwalt. Dies kann mit einer online-Scheidung nicht geleistet werden. Das zu leisten ist auch nicht das Ziel der online-Scheidung.

 
Geeignet ist die online-Scheidung also, wenn beide Ehegatten geschieden werden wollen und entweder alle strittigen Fragen bereits geklärt sind oder es keine strittigen Fragen gibt.
 

Was ist eine online-Scheidung?

 

 

Online-Scheidung bedeutet, zunächst dass Sie uns Ihre Daten zur Bearbeitung über dieses Portal zur Verfügung stellen. Anwaltsbesuche sind nicht erforderlich, dass spart Zeit, Nerven und letztlich auch Kosten.

Schließlich nutzen wir für die Korrespondenz mit Ihnen ausschließlich e-Mails. Das ist schnell und effektiv, und gilt übrigens auch für die Korrespondenz mit dem Familiengericht.
 

Online-Scheidung bedeutet also die konsequente Nutzung des Internets. Dadurch bietet sich für Sie die Möglichkeit, die Scheidung sicher und bequem von zu Hause aus durchzuführen.

 
Allein beim Anhörungstermin, den das Familiengericht durchführen muss, ist die Anwesenheit beider Ehegatten erforderlich.

Was bedeutet Versorgungsausgleich?

 

 

Wird eine Ehe geschieden, dann müssen sämtliche gemeinsam geschaffenen Vermögenswerte gleichmäßig geteilt werde. Bei den Rentenansprüchen verwirklicht das der Versorgungsausgleich. Sämtliche während der Ehe erworbenen Rentenansprüche aus der gesetzlichen Rente, aus betrieblichen Renten, aus privaten (Versicherungs-)Verträgen sind mit der Scheidung auszugleichen.
 
Das Familiengericht hat den Versorgungsausgleich von Amts wegen durchzuführen, eines Antrages bedarf es also nicht.
 
Unter Umständen muss der Versorgungsausgleich ganz oder in Teilen nicht durchgeführt werden, zum Beispiel wegen nur kurzer Ehezeit oder weil Bagatellgrenzen nicht überschritten werden.

 

 

Wie wird die Korrespondenz geführt?

 

 

Online-Scheidung bedeutet die konsequente Nutzung des Internets. Dadurch bietet sich für Sie die Möglichkeit, die Scheidung sicher und bequem von zu Hause aus durchzuführen. Schließlich nutzen wir für die Korrespondenz mit Ihnen ausschließlich e-Mails. Das ist schnell und effektiv, und gilt übrigens auch für die Korrespondenz mit dem Familiengericht.
 
Allein beim Anhörungstermin, den das Familiengericht durchführen muss, ist die Anwesenheit beider Ehegatten erforderlich.

 

 

Was ist noch unverbindlich? Was ist schon verbindlich?

 

Das Ausfüllen des online-Formulars ist unverbindlich. Auch die Übersendung des Anschreibens dem Entwurf des Scheidungsantrages, mit den Vollmachten und der Berechnung sämtlicher Kosten (Anwaltsgebühren und Gerichtskosten) ist noch unverbindlich. Damit der Scheidungsantrag eingereicht werden kann, müssen einerseits die erste Hälfte der Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten bezahlt sein und andererseits müssen die Vollmachten vorliegen. Erst mit dem Eingang der Vollmachten und der Zahlung kommt der Anwaltsvertrag zustande.

 

Wann müssen die Anwaltsgebühren und Gerichtskosten bezahlt werden?

 

Wenn Sie das online-Formular ausgefüllt haben, erhalten Sie ein Anschreiben mit dem Entwurf des Scheidungsantrags, mit Vollmachten und eine Berechnung sämtlicher Kosten (Anwaltsgebühren und Gerichtskosten). Damit der Scheidungsantrag eingereicht werden kann, müssen die erste Hälfte der Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten bezahlt sein und die Vollmachten müssen übersandt werden. Erst mit dem Eingang der Vollmachten und der Zahlung kommt der Anwaltsvertrag zustande. Nach der Einreichung des Scheidungsantrags beim Familiengericht ist die zweite Hälfte der Anwaltsgebühren zu zahlen.

 
Das ist ein fairer Deal, zuerst werden 50% der Anwaltsgebühren gezahlt, dann geht der Scheidungsantrag an das Gericht und danach werden die restlichen 50% der Anwaltsgebühren ausgeglichen.

 

Was bedeutet „Getrenntleben“?

 

 

Ehegatten leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht und ein Ehegatte die häusliche Gemeinschaft auch nicht wieder herstellen will, weil er die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt. Die Trennung beginnt also, sobald keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht und die Lebensgemeinschaft abgelehnt wird.


Auch innerhalb eines Hauses oder auch innerhalb einer Wohnung kann die häusliche Gemeinschaft aufgehoben werden. Entscheidend ist, dass die (noch) Ehegatten gerade nicht wie ein Ehepaar zusammenleben, sondern unabhängig voneinander oder nebeneinanderher. Der Volksmund beschreibt dies mit „getrennt von Tisch und Bett“. Dabei darf die wirtschaftliche Trennung nicht außer Acht gelassen werden.

 

Mindestens ein Ehegatte muss auch den Willen haben, die Ehe zu beenden. Für das Getrenntleben ist insoweit nicht ein gemeinsamer Wille erforderlich.

 

 

Voraussetzung für eine Scheidung (allgemein)

 

 

Härtefallscheidung
Nach der Trennung aber unabhängig von der Trennungsdauer kann eine Scheidung ausgesprochen werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Ehegatten aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen. Eine Härtefallscheidung ist aber äußerst selten, da die Anforderungen an die unzumutbare Härte extrem sind. Die Voraussetzungen müssen bewiesen werden.
 
Trennung 1-3 Jahre
Nach einer Trennungszeit von 1 bis 3 Jahren kann die Ehe geschieden werden. Voraussetzung ist, dass die Ehe gescheitert ist. Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft aufgehoben ist und auch nicht wieder fortgesetzt werden soll. Das muss der beantragende Ehegatte beweisen.
 
Einverständliche Scheidung
Von einer einverständlichen Scheidung spricht man bei 1-3 Trennungsjahren, wenn beide Ehegatten die Scheidung wollen. Der eine beantragt die Scheidung und der andere stellt auch einen Scheidungsantrag (durch seinen Anwalt) oder stimmt dem Scheidungsantrag zu (auch ohne Anwalt möglich). Im Anhörungstermin wird nur die Trennungszeit und die Frage der Fortsetzung der Ehe abgefragt.
 
Trennung länger als 3 Jahre
Leben die Ehegatten länger als 3 Jahre voneinander getrennt, ergibt sich schon daraus die Zerrüttung der Ehe. Im Anhörungstermin wird nur die Trennungszeit abgefragt.

 

Ablauf der online-Scheidung ohne Verfahrenskostenhilfe

 

1. Schritt
Ausfüllen des online-Formulars. Zur Bearbeitung sind Angaben erforderlich, die in dem online-Formular abgefragt werden. das online-Formular ist so gestaltet, dass die Angaben, die ich benötige, auch abgefragt werden. Füllen Sie deshalb sämtliche Felder aus. Sollten Schwierigkeiten beim Ausfüllen auftreten, rufen Sie mich an.
 
2. Schritt
Ihre Angaben werden geprüft, sodass ein auf Ihren Fall bezogener Scheidungsantrag im Entwurf erarbeitet werden kann.
Sie erhalten binnen Stunden ein Anschreiben mit dem Entwurf dieses Scheidungsantrags, mit Vollmachten und einer Berechnung sämtlicher Kosten (Anwaltsgebühren und Gerichtskosten).
 
3. Schritt
Damit der Scheidungsantrag eingereicht werden kann, müssen nun die erste Hälfte der Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten bezahlt werden und die Vollmachten müssen übersandt werden. Erst mit dem Eingang der Vollmachten und der Zahlung kommt der Anwaltsvertrag zustande.
 
4. Schritt
Der Scheidungsantrag wird beim zuständigen Familiengericht eingereicht. Die zweite Hälfte der Anwaltsgebühren werden in Rechnung gestellt.
 
5. Schritt
Das Familiengericht führt einen Anhörungstermin durch. In diesem Termin müssen auch beide Ehegatten neben dem Anwalt oder beiden Anwälten anwesend sein. Deshalb ordnet das Familiengericht das persönliche Erscheinen der Parteien an.
 
Im Anhörungstermin wird der Scheidungsbeschluss mit dem Versorgungsausgleich verkündet.

 

Ablauf der online-Scheidung mit Verfahrenskostenhilfe

 

1. Schritt
Ausfüllen des online-Formulars. Zur Bearbeitung sind Angaben erforderlich, die in dem online-Formular abgefragt werden. Das online-Formular ist so gestaltet, dass die Angaben, die benötigt werden, auch abgefragt werden. Füllen Sie deshalb sämtliche Felder aus. Sollten Schwierigkeiten beim Ausfüllen auftreten, rufen Sie mich an. Zusätzlich ist das Formular über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auszufüllen.
 
2. Schritt
Ihre Angaben werden geprüft, sodass ein auf Ihren Fall bezogener Scheidungsantrag im Entwurf erarbeitet werden kann.
 
Sie erhalten binnen Stunden ein Anschreiben mit dem Entwurf dieses Scheidungsantrags, mit Vollmachten und mit Ihrer Erklärung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse.
 
3. Schritt
Damit der Scheidungsantrag eingereicht werden kann, müssen nun die von Ihnen unterschriebene Erklärung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse und die Vollmachten übersandt werden. Erst mit dem Eingang der Vollmachten und der Erklärung kommt der Anwaltsvertrag zustande.
 
4. Schritt
Der Scheidungsantrag wird beim zuständigen Familiengericht eingereicht.
 
5. Schritt
Das Familiengericht führt einen Anhörungstermin durch. In diesem Termin müssen auch beide Ehegatten neben dem Anwalt oder beiden Anwälten anwesend sein. Deshalb ordnet das Familiengericht das persönliche Erscheinen der Parteien an.
 
Im Anhörungstermin wird der Scheidungsbeschluss mit dem Versorgungsausgleich verkündet.